Wiederaufbau
Das Schloss selbst überstand den Kriegssturm in relativ gutem Zustand, doch seine Ausstattung wurde zur Beute der sowjetischen Soldaten und Diebe.
Ein Brand im Jahr 1949 zerstörte zwei Flügel komplett die der Wagenhalle und Gesindestube. Die nächsten Betreiber (Forstbehörde in Bolesławiec und Polnische Volksarmee) vernachlässigten ihr vorläufiges Besitztum. Der Zerstörung unterlagen zunächst Dächer, dann auch Mauerwerk, Fußböden, Holzverkleidung, Bemalung, Portale, Öfen und Kamine, die zu wertvollsten Vertreter der Kaminbaukunst in Schlesien gehörten. Die Offiziers-Galerie und teilweise auch die Reithalle fielen in Trümmer.
In 70er Jahren versuchte der nächste Besitzer, die Technische Hochschule Wrocław, das Schloss zu retten. Bis Ende der 90er gelang eigentlich nicht viel mehr als nur die Sicherung des Gebäudes. Mit schon halb einstürzenden Wänden und den leeren Augenhöhlen der Fenster weckte das Schloss leichtes Grauen beim Betrachter.
Erst komplexe Bau- und Sanierungsarbeiten, unternommen durch die Firma INTEGER S.A. aus Wrocław, die in 90er Jahren das Objekt erwarb, erweckten das Schloss wieder zum Leben und verliehen ihm neue Funktionen und Glanz. 1999 traf man die Entscheidung über die Adaptierung des Objektes zum Konferenz- und Erholungszentrum.
Im März 2000 begannen die Arbeiten und im November kamen schon die ersten Gäste. Alina Zamorska und Ewa Hawryluk leiteten das Projekt. Die Ausstattung der Innenräume ist das Werk von Anna Morasiewicz; Anna Ornatek überwachte die Rekonstruktion des Schlossparks. Der Umfang des gesamten Objekts betrug 40 000 m, die Dachfläche allein umfasste viereinhalbtausend m. Alle Versorgungsleitungen (samt teletechnischen) wurden installiert. Auch der Park und die Pflanzen auf den Höfen wurden erneuert, viertausend neue Bäume gepflanzt. Zweck und Ziel dieser Handlungen war die Anpassung des Schlosses an die Ansprüche des modernen Lebens und zur Erfüllung neuer Funktionen.

